Mein Kind hat Sorgen - was kann ihm helfen?

  Wenn Trennung oder Trauer sprachlos machen.

    Plötzlich wieder nass - was ist nur los?

      Immer Zank und Streit - wir brauchen einen Dolmetscher.

        Unser Kind ist manchmal so wütend - das macht uns Angst.

           Schwierige Zeiten, verletzende Erlebnisse - sichere Begleitung.

 Wenn Erziehungsprobleme, Geschwisterkonflikte, Scheidungssituationen, Probleme in Kindergarten oder Schule auftreten, Traumatisierungen bestehen oder drohen, Pflegefamilien versuchen zusammenzuwachsen, die aktuelle Alltagssituation als belastend oder ungesund empfunden wird - kann therapeutisches Figurenspiel helfen. Es bewegt sich zwischen Sozialpädagogik und Psychotherapie, nutzt darstellerischen und bildnerischen Ausdruck und das therapeutische Beziehungsangebot.

 

Warum Therapeutisches Figurenspiel?

Jedes Kind ist anders und erlebt anders. Genau wie Erwachsene haben Kinder Sehnsüchte, Sorgen und Fragen. Aber sie fangen gerade erst an, ihre Gefühle wahrzunehmen und zu sortieren. Sie versuchen, Ordnung in ihre Welt zu bringen. Sie können nicht einfach weggehen, sie müssen nehmen, was kommt. Dabei sind sie wie die Großen auf der Suche nach Schutz, Orientierung und Beziehung. Das ist in der heutigen reizüberfluteten und zerschnippelten Welt nicht eben leichter geworden. Erwachsene können über ihre Gefühle und Probleme nachdenken und sie besprechen. Kinder tun das in Bildern: Spielend entwerfen sie ihre momentane Sicht und ihre Vision von der Welt. Sprache, Wahrnehmung, Feinmotorik, soziale Kompetenz und psychische Reifung werden ganz organisch gefördert.

 Die Welt ist bunt und weit, sie ist auch gefährlich und sie dreht sich immer weiter. Im Spiel öffnen wir Türen. Nur der Held, der sich auf den Weg macht, kann Prüfungen bestehen und etwas für sich finden- einen Preis, Hilfe, einen Begleiter, Reichtum und Glück, ein eigenes Reich... für jeden bedeuten diese Dinge anderes, aber für jeden sind sie unverzichtbar. Das Spiel einer eigenen Geschichte mit archetypischen Figuren wirkt ganz tief und setzt heilende Kräfte frei.

 

Wie arbeitet Therapeutisches Figurenspiel?

Mit je drei gewählten Requisiten und Handpuppen entfaltet sich eine Geschichte an einem mit Tüchern angedeuteten Handlungsort. Dabei zählt nur der Augenblick und das authentische Erleben.

Die Therapeutin begleitet und spielt mit. Die Regie bleibt beim Kind/ Spieler.

Besonders eindrücklich ist das Spiel mit selbst geschöpften Figuren, so dass das Modellieren die zweite wichtige Schiene des Therapeutischen Figurenspiels darstellt.

Ergänzend zum Puppenspiel werden Malen, Fantasiereisen und Märchen eingesetzt. Es können Fotobücher oder Videos entstehen- die Wahl der Mittel erfolgt ganz individuell.

Ein regelmäßiges Arbeiten, z.B. in einer 1-2wöchentlichen Spielstunde von ca. 45 min

ist für den Aufbau einer wirksamen therapeutischen Arbeitsbeziehung gut. Der Zeitrahmen ist abhängig vom jeweiligen Anlass, der Person und den Begleitumständen; erfahrungsgemäß ergeben sich Phasen über 3, 6 oder 12 Monate.

 

 

Was kostet Therapeutisches Figurenspiel?

 

Die erste Beratungs- und Probestunde ist kostenfrei.

Hier können Bedürfnisse und Möglichkeiten abgestimmt und der Rahmen für ein weiteres Arbeiten abgesteckt werden.

Eine Sitzung von 45 min kostet in der Regel 60 €. Individuelle Absprachen bleiben vorbehalten.

Denkbar ist in einzelnen Fällen eine Übernahme oder Förderung über das persönliche Budget der Pflegekassen, über Hilfsfonds und Vereine.

Therapeutisches Figurenspiel kann eine Sonderleistung im Rahmen von Jugend-und Familienhilfe sein .

Im Leistungskatalog der Krankenkassen ist Therapeutisches Figurenspiel nicht gelistet, kann aber wie Musik-, Kunst- oder Theatertherapie unterstützt werden. Hilfe bei der begründeten Beantragung wird zugesichert.

 

Der konkrete Kostenrahmen muss individuell besprochen werden.